• Marvin Flores Unger

    OPEN STUDIO

    Ausstellung

    November 2025

     

    Ausgangspunkt ist das psychogeografische Schlendern zwischen Krematorium Pragfriedhof, zwölfeckigem Hochbunker und Grottenloch. Situationistisches Umherstreifen in der Realität verbindet sich mit Erinnerungen und Träumen. Die B27 dröhnt im Pendler-Rhythmus, daneben gleitet die U-Bahn vorbei. Das Bunker-Billboard flackert im staubigen Abendrot. Über den Weinbergen summt eine ultrahohe Frequenz. 

    Der Amerikanische Traum?

    Die künstlerische Arbeit entwickelt sich aus Beobachtungen, Artefakten und fotografischen Dokumentationen und material-isiert sich in Installationen und einer Slideshow. Sie knüpft an Guy Debords Recherchemethoden an und versteht sich als Weiterentwicklung, in der Theorien und infrastrukturelle Unter-suchungen Installationen und multimediale Brücken bilden.

    In der Raumstation werden Arbeiten gezeigt, die das Spannungsfeld zwischen locus amoenus (dem lieblichen Ort) und locus terribilis (dem schrecklichen Ort) untersuchen. Ausgangspunkt sind Orte rund um den Stuttgarter Nordbahnhof, deren scheinbar idyllische Erscheinung bei genauerem Hinsehen Spuren einer grausamen Geschichte offenbart. Gezeigt werden Artefakte und Fotografien, die den Kontrast zwischen Idylle und Gewalt sichtbar machen. 

    Die Präsentation mit Open Studio fand am Donnerstag, den 13.11., ab 19:32 Uhr in der Raumstation, Waggons Stuttgart, statt.

     

    Photocredits: Seonha Park, Marvin Flores Unger, Florian Siegert